CAD im Browser mit onshape
Drucken von frei verfügbaren Designs ist eine feine Sache. Wird man dort nicht fündig, muss man sich selbst an die Konstruktion machen.
Drucken von frei verfügbaren Designs von Seiten wie thingiverse.com oder myminifactory.com ist eine feine Sache. Spätestens aber, wenn man ein Teil benötigt, das dort nicht zu finden ist, wird es spannend.
Der Einstieg
CAD ist das Stichwort, wenn es darum geht selbst Designs für den 3D-Druck zu erstellen. Die Auswahl an entsprechender Software ist groß - die Preise teilweise aber auch. Wenn man sich aber nicht sicher ist, ob das Thema überhaupt etwas ist, das man selbst hinbekommt, sind kostenfreie Alternativen gefragt. Da ist die Auswahl dann schon kleiner.
Persönlich habe ich mich mit dem Thema schon oft auseinandergesetzt. Leider kam mir immer der eigene Schweinehund in die Quere: die Lernkurve ist recht steil und ohne was anschauliches tue ich mich persönlich immer etwas schwer. Letztes Wochenende habe ich mich dann endlich dazu durchgerungen und das Thema angepackt. Anstoß war ein schöner Artikel in der Zeitschrift c't (kostenpflichtig), den ich mir beim samstäglichen Morgenkaffee gegönnt habe.
Die schrittweise Anleitung setzt dabei auf Onshape, eine cloud-basierte CAD-Software. Die ist auch aus der Kategorie teuer. Allerdings gibt es auch eine kostenlose Lizenz zum Ausprobieren, die zeitlich nicht beschränkt ist. Einziger Haken: die damit erstellten Modelle sind öffentlich für alle Nutzer einsehbar. Für den Hobby Maker sollte das aber keine empfindliche Einschränkung sein.
Die Praxis
Mittlerweile habe ich mir einige eigene Konstruktionen erstellt und erfolgreich gedruckt:
- Blindabdeckungen für einige Schalter im Haus
- Führungsteile für eine alte Duschkabine
- Gehäuse für einen Displaycontroller für ein altes Notebook-Display

Fazit
Es hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt, selbst mit dem Konstruieren zu beginnen. Man ist viel flexibler mit den Dingen, die man drucken kann. Vor allem aber ist es ein enorm befriedigendes Gefühl, wenn man eine Idee aus dem Kopf in eine Konstruktion verwandelt und diese dann mit dem 3D-Drucker in ein physisches Objekt verwandelt. Jedes Mal wieder eine faszinierende Erfahrung.